Kartenkompetenz
Die MycoRadar-Karte richtig lesen
Eine Karte vereinfacht die Landschaft. Gute Nutzung beginnt mit Legende, Massstab und der Frage, was die Daten nicht zeigen.
Ratgeber lesen
Legende vor Farbe lesen
Prüfen Sie zuerst, welche Ebene aktiv ist, welche Einheit oder Kategorie die Legende beschreibt und auf welchen Zeitraum sich die Darstellung bezieht. Ähnliche Farben können in verschiedenen Ebenen etwas völlig anderes bedeuten. Tippen Sie eine Fläche an, um verfügbare Details zu lesen, bevor Sie Regionen vergleichen. Eine intensive Farbe ist nicht automatisch besser und schon gar kein Fundpunkt. Sie fasst lediglich die ausgewiesenen Daten innerhalb der jeweiligen Darstellung zusammen.
- Aktive Ebene und Legende prüfen
- Zeitraum und räumliche Auflösung beachten
- Mindestens zwei Gebiete vergleichen
Grenzen der Rasterfläche verstehen
Kartenwerte gelten für vereinfachte Flächen und können kleine Unterschiede im Gelände nicht vollständig abbilden. Eine Zelle kann Waldrand, Mulde, offenen Hang und dichten Bestand zugleich enthalten. Vergrössern Sie die Karte, ohne daraus eine Genauigkeit abzuleiten, die die Quelldaten nicht besitzen. Verwenden Sie Flächengrenzen als Vergleichshilfe und prüfen Sie vor Ort, ob Boden, Vegetation und Zugang zur Annahme passen. Sichtbare Abweichungen sind erwartbar und fachlich wichtig.
Karte mit offiziellen Informationen ergänzen
Prüfen Sie Wetterwarnungen, Niederschlagsinformationen, Wege, Schutzgebiete und lokale Sammelregeln bei den zuständigen offiziellen Stellen. MycoRadar ist keine Notfall-, Rechts- oder Navigationskarte und bestätigt keinen sicheren Zugang. Eine attraktive Fläche kann durch Gewitter, Sturmschäden, Sperren oder schwieriges Gelände ungeeignet sein. Speichern Sie eine alternative Route und einen Umkehrpunkt. Die beste Kartenentscheidung verbindet Datenkontext mit aktuellen Regeln, eigener Erfahrung und der sichtbaren Situation vor Ort. Jede Quelle beantwortet andere Fragen.
Keine Pilzbestimmung aus der Karte ableiten
Die Karte bestätigt weder das Vorkommen einer Art noch die Essbarkeit eines Fundes. Auch wenn ein Lebensraum zu einer Vermutung passt, können andere und gefährliche Arten dort auftreten. Dokumentieren Sie jedes Exemplar unabhängig von der Kartenlage vollständig. Für den Verzehr muss die gesamte Wildpilzsammlung bei einer VAPKO-Pilzkontrollstelle geprüft werden. Trennen Sie damit drei Fragen sauber: Ist der Ausflug sinnvoll, wurde etwas beobachtet und ist ein konkreter Fund fachkundig freigegeben?
Quellen geprüft am 30. August 2026
