Notfall
Verdacht auf Pilzvergiftung: was jetzt zu tun ist
Bei Verdacht zählt fachliche Hilfe. Suchen Sie nicht zuerst online nach einer Bestätigung.
Ratgeber lesen
Sofort fachlichen Rat einholen
Rufen Sie bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung in der Schweiz Tox Info Suisse unter 145 an. Bei lebensbedrohlichen Anzeichen alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst unter 144. Warten Sie nicht auf zusätzliche Symptome und versuchen Sie nicht, den Pilz zuerst selbst zu bestimmen. Nennen Sie klar, dass Pilze gegessen wurden oder gegessen worden sein könnten. Befolgen Sie die Anweisungen der Fachpersonen, auch wenn die Beschwerden zunächst mild oder uneindeutig erscheinen.
- Bei Verdacht 145 anrufen
- Bei Lebensgefahr 144 wählen
- Kein Erbrechen auslösen
- Anweisungen der Fachpersonen befolgen
Keine eigenen Massnahmen improvisieren
Lösen Sie kein Erbrechen aus. Geben Sie keine Hausmittel, Medikamente, Getränke oder Nahrung auf eigene Initiative, sofern die Fachstelle nichts Entsprechendes anordnet. Solche Massnahmen können die Situation verschlechtern oder eine Behandlung erschweren. Lassen Sie die betroffene Person nicht allein und beobachten Sie Veränderungen, ohne die Kontaktaufnahme zu verzögern. Wenn der Zustand akut gefährlich wirkt, hat der Notruf 144 Vorrang vor jeder Dokumentation oder Suche nach Pilzresten.
Informationen und Reste sichern
Bewahren Sie vorhandene Pilzreste, Putzabfälle, Mahlzeitenreste, Fotos und Verpackungen getrennt auf, sofern dies gefahrlos möglich ist. Notieren Sie, wer wie viel gegessen hat, wann die Mahlzeit stattfand und wann Beschwerden auffielen. Teilen Sie mit, ob weitere Personen dieselbe Speise gegessen haben. Diese Angaben unterstützen die medizinische und toxikologische Einschätzung. Sie ersetzen den Anruf nicht und sollen niemals die Versorgung einer schwer betroffenen Person verzögern. Versorgung hat immer Vorrang.
Nach dem Ereignis Ursachen klären
Erst nachdem die akute Versorgung gesichert ist, kann die Sammlung oder Dokumentation fachlich eingeordnet werden. Verlassen Sie sich dabei nicht auf eine nachträgliche App-Bestimmung. MycoRadar bestätigt weder Art noch Essbarkeit. Entsorgen Sie verdächtige Reste nicht, bevor die Fachpersonen dies erlauben. Für zukünftige Mahlzeiten gilt: Lassen Sie die gesamte Wildpilzsammlung vor dem Verzehr bei einer VAPKO-Pilzkontrollstelle prüfen und halten Sie Fundgruppen bis dahin getrennt.
Quellen geprüft am 30. August 2026
